3 Gründe, warum das Frühstück nicht die wichtigste Mahlzeit des Tages ist

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„Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettler.” In diesem bekannten Zitat stecken zwei Ernährungsmythen: Zum einen, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist, zum anderen, dass du abends keine großen Mahlzeiten essen sollst. Aber kann man das überhaupt wissenschaftlich begründen? In diesem Beitrag möchte ich dir drei Gründe zeigen, warum das Frühstück die unwichtigste Mahlzeit ist und warum du es sogar ganz auslassen solltest.

Das Frühstück ist nicht die wichtigste Mahlzeit – diese Vorteile hast du dadurch

Du sparst Zeit, wenn du das Frühstück auslässt

Vielleicht hast du noch deine Mutter im Hinterkopf, die dir sagt, dass du ohne ein Frühstück keine Energie für den Tag hast. Solange du aber morgens direkt nach dem Aufstehen keinen Marathon läufst, ist dies nicht der Fall. Der Körper hat umfassende Glykogenspeicher, die, sofern sie gefüllt sind, einige Stunden reichen. Je nach Trainingszustand und körperlichen Voraussetzungen kann der Körper 400-600 g Kohlenhydrate speichern. Marathonläufer nutzen diesen Effekt am Abend vor einem Wettkampf. Bestimmt hast du schon mal von den sogenannten „Pasta-Partys“ gehört, wo die Athleten am Vorabend kiloweise Nudeln essen. Aber selbst für den Fall, dass du die Kohlenhydrate komplett verbraucht haben solltest (beispielsweise durch einen mehrstündigen Dauerlauf), kann der Körper zusätzlich noch nahezu unbegrenzte Energie aus den Fettspeichern ziehen. Du kannst also ohne Probleme das Frühstück auslassen und die Zeit für andere Dinge nutzen – ausschlaggebend für deine Leistungsfähigkeit ist nämlich deine Ernährung vom Tag vorher.

Du bist fitter, wenn du das Frühstück auslässt

Gerade hast du erfahren, dass dir ein Frühstück nicht mehr Energie für den Tag bringt. Tatsächlich ist sogar kurzfristig das Gegenteil der Fall. Da wir die gleichen Gene wie unsere Vorfahren aus der Zeit der „Jäger und Sammler” haben (wenn du dazu mehr erfahren willst, schau dir mein Buch oder diesen Artikel an), gilt für uns der Grundsatz: Wenn du nichts isst, ist der Körper leistungsfähig, wenn du etwas isst, braucht der Körper danach Zeit für Erholung. Das liegt an unserem vegetativen Nervensystem, das je nach Hormonumfeld zwischen dem „Fight or Flight“- und dem „Rest and Digest“-Modus wechselt. Wenn du Nahrung aufnimmst, schaltet der Körper kurz danach in den Ruhemodus. Die typische westliche Ernährungsweise mit einem reichhaltigen Frühstück ist daher paradox: Nachdem wir hormonell morgens eigentlich perfekt ausgerichtet sind, um die Aufgaben des Tages zu meistern, bringen wir uns durch das Frühstück in den Ruhemodus, der dann den ganzen Tag mit einer Menge Kaffee bekämpft wird. Mein Tipp für dich: Gehe statt des Frühstücks eine Runde spazieren oder schlafe länger.

Du bist disziplinierter, wenn du das Frühstück auslässt

Wenn du es gewohnt bist viel zu frühstücken, wirst du die ersten Tage morgens Hunger haben. Das liegt am Hormon Ghrelin, das sich immer zu den gewohnten Zeitpunkten deiner Nahrungsaufnahme meldet. Wenn du jeden Morgen um acht Uhr gefrühstückt hast, wirst du genau dann Hunger verspüren. Das liegt nicht daran, dass der Körper Energie braucht, sondern nur an Ghrelin.
Durch das Auslassen des Frühstücks (es kostet dich bestimmt Überwindung, das Hungergefühl zu überwinden) stärkst du deine Selbstdisziplin. Selbstdisziplin funktioniert wie ein Muskel, den man trainieren kann. Stärkst du deine Selbstdisziplin in einem Bereich deines Lebens, wirkt sich das auch auf andere Bereiche aus. Letztlich kann ein Morgen ohne Frühstück also dazu führen, dass du den Tag konzentrierter und leistungsfähiger in deinem Job arbeitest und bessere Resultate erzielst. Den gleichen Effekt kann übrigens auch eine kalte Dusche direkt nach dem Aufstehen auslösen.

Solltest du Fragen haben, stelle diese gerne im Kommentarfeld unten. Du möchtest mehr zum Thema Konzentration am Arbeitsplatz wissen?

In meinem Buch findest du eine genaue Anleitung, wie du durch richtige Ernährung, ausreichend Bewegung und guten Schlaf erfolgreich und leistungsstark wirst.

Quellen und weitere Informationen

https://pdfs.semanticscholar.org/d0fe/b0019dc8017e499150bc453230018d5cd282.pdf
https://www.amboss.com/de/wissen/Vegetatives_Nervensystem
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22178258
https://www.chemie.de/lexikon/Glykogenspeicher.html

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