Bist du eine Lerche oder Eule? Chronotypen einfach erklärt

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Stehst du gerne früh auf oder schläfst du lieber aus? Bist du einer derjenigen, die nachts am produktivsten arbeiten können? Studien haben gezeigt, dass die täglichen Hochphasen des Menschen von den Genen abhängen. Die Wissenschaftler unterteilen die Menschen dabei in die Chronotypen Lerchen und Eulen. Während Lerchen eher morgens aktiv und leistungsfähig sind, blühen Eulen vor allem nachts auf. Aber zu welchem Typ gehörst du? Was solltest du beachten?

Wie du deinen Chronotypen herausfindest

Die meisten Menschen können sofort sagen, zu welchem Typ sie eher gehören. Bist du dir noch unsicher? Wenn du am Morgen aufstehst und vor Energie sprühst und sofort mental leistungsfähig bist, bist du eine Lerche. Lerchen erledigen am Morgen schon eine Menge Aufgaben, wenn Eulen noch gar nicht wach sind.
Eulen dagegen sind morgens noch müde und brauchen etwas Zeit, um in den Tag zu starten. Dafür können sie sich auch abends noch konzentrieren, wenn Lerchen bereits müde im Bett liegen. Beachte dabei aber auch, dass Lerchen und Eulen die beiden Extreme sind: Die meisten Menschen befinden sich irgendwo zwischen diesen beiden Ausprägungen. Deswegen empfehle ich dir, dass du selber beobachtest, was du eher für ein Typ bist: Dokumentiere über zwei Wochen deine Hochphasen im Laufe des Tages und dein Schlafverhalten. Mit den Erkenntnissen solltest du ein Muster erkennen, dass dich bei der Gestaltung deines Tages unterstützt.

Das solltest du beachten

Auch wenn es mittlerweile auf der ganzen Welt Gleitzeit-Modelle gibt, mit denen du deinen Tag leichter strukturieren kannst, ist ein Problem der Gesellschaft, alle Menschen in einen Rahmen zu stecken, mit dem sie leben müssen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Eulen früh aufstehen müssen, um am Morgen pünktlich auf der Arbeit zu sein, obwohl sie eigentlich abends produktiver wären.
Solltest du einer der wenigen glücklichen Menschen sein, die ihren Tag freier bestimmen können, ist der wichtigste Punkt, dass du dir die wichtigsten Aufgaben so legst, dass sie in deine kognitive Hochphase des Tages fallen. Auch im normalen Berufsalltag kannst du das steuern: Versuche wichtige Meetings so zu legen, dass sie perfekt zu deinem Tagesrhythmus passen. Fordere dabei auch Verständnis von deinen Kollegen ein!

Setze dich nicht unter Druck

Es gibt zahlreiche Bücher und Empfehlungen, die sagen, dass alle erfolgreiche Menschen früh aufstehen. Die Aussage ist sogar oft, dass du nur erfolgreich sein kannst, wenn du früh in den Tag startest. Hier kann ich dich beruhigen: Beide Aussagen stimmen nicht. Es gibt einige berühmte und erfolgreiche Personen wie Winston Churchill, die sogar erst nach 11 Uhr morgens das Bett verlassen haben. Finde also deine Zeiträume am Tag, in denen du besonders leistungsfähig sein kannst.
Wenn du aber trotzdem lernen möchtest ein Morgenmensch zu werden, kannst du das auch dann werden, wenn du genetisch eine Eule bist. Denn unsere Gene bestimmten nur zu ca. 20 bis 30 % unseren Chronotypen. Weitere Informationen dazu findest du hier.

Solltest du Fragen haben, stelle diese gerne im Kommentarfeld unten. Du möchtest mehr zum Thema Konzentration am Arbeitsplatz wissen?

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Quellen und weitere Informationen

https://www.nature.com/articles/s41467-018-08259-7
https://www.nature.com/articles/srep09214
https://dailyroutines.typepad.com/daily_routines/2009/02/winston-churchill.html

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