Die 5 größten Mythen in der Ernährung

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Seit sich Menschen Gedanken über Ernährung machen, bilden sich angebliche Wahrheiten, wie der Körper am besten funktioniert. Wenn man genauer hinschaut, sind es aber oft Mythen in der Ernährung, die diese angeblichen Wahrheiten befeuern.

Woher kommen die größten Mythen in der Ernährung?

Bestimmt fragst du dich, wie sich überhaupt Unwahrheiten bilden. Das geschieht zum einen dadurch, dass Menschen einzelne Ergebnisse auf alle projizieren. Zum anderen – und dadurch entstehen die größten Mythen in der Ernährung – interpretieren Menschen Abläufe im Körper falsch. Besonders wichtig ist dabei der Unterschied zwischen Kausalität und Korrelation. Zwischen einem Zusammenhang (Korrelation) zweier Variablen und einer Auswirkung einer Variable auf die andere (Kausalität) ist immer noch ein großer Unterschied (mehr dazu hier).

Im Folgenden zeige ich dir die fünf größten Mythen in der Ernährung.

Eier sind ungesund

Bestimmt hast du schon oft gehört, dass Eier den Cholesterin-Spiegel anheben und daher das Risiko für Herzinfarkte stark erhöhen. Tatsache ist: Eier erhöhen zwar den Cholesterin-Spiegel, allerdings nur den guten HDL-Cholesterin-Spiegel, der nicht zu Ablagerungen in den Gefäßen führt. Eine Erhöhung des Risikos für Herzinfarkte ist also nicht gegeben! Im Gegenteil dazu haben Eier viele Antioxidanzien und Vitamine, besonders im Eigelb.

Gesättigte Fettsäuren sind schlecht

Ein paar Jahrzehnte zuvor wurde propagiert, dass der Anstieg der Herzkrankheiten mit dem Konsum von großen Menge gesättigter Fettsäuren zusammenhängt. Schnell wurde aus der eigentlichen Theorie ein angeblicher Fakt.
Ein Review der betreffenden Studien im Jahr 2010 hat gezeigt: Es gibt absolut keine Kausalität zwischen dem Konsum von gesättigten Fettsäuren und Herzkrankheiten. Habe also keine Angst vor derartigen Lebensmittel. Viel wichtiger ist, wie stark verarbeitet die Lebensmittel sind, die du zu dir nimmst.

Protein ist schlecht für deine Niere

Auch wenn dieser Satz oft fällt: Es gibt keine Studie, die diesen Zusammenhang bestätigt. Eine Studie aus dem Jahr 2004 zeigte sogar, dass es keine Verbindung zwischen Nierenversagen und hohem Proteinkonsum gibt. Tatsächlich sind die Hauptrisikofaktoren für Nierenversagen Diabetes und Bluthochdruck – eine proteinreiche Ernährung verbessert sogar beides.

Viele kleine Mahlzeiten sind besser als eine große

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass viele kleine Mahlzeiten den Stoffwechsel erhöhen und damit besser sind bei der Gewichtsabnahme – und auch dafür gibt es keine Evidenz. Bereits in mehreren Studien wurde getestet, wie sich zwei Gruppen verhalten, die zwar die gleiche Kalorien am Tag essen, aber diese auf unterschiedlich große Mahlzeiten aufteilen. Das Ergebnis: Es macht keinen Unterschied. Ich empfehle dir sogar, wenige große Mahlzeiten zu dir zu nehmen: Intervallfasten hat diverse, gesundheitliche Vorteile.

Zucker ist ungesund

Es gibt viele stark verarbeitete Lebensmittel, die einen hohen Zuckeranteil haben und daher neben der hohen Energie keinen direkten Mehrwert für deinen Körper haben. Tatsächlich empfehle ich dir dabei, dass du diese Lebensmittel nur in Maßen konsumierst. Aber was ist mit Früchten, die ebenfalls einen hohen Zuckeranteil haben? In diesen sind wertvolle Vitamine und Antioxidanzien enthalten. Du merkst bereits: Pauschale Aussagen werden gerade in der Ernährungslehre oft getroffen, machen aber beinahe nie Sinn.

Solltest du Fragen haben, stelle diese gerne im Kommentarfeld unten. Du möchtest mehr darüber erfahren, wie Ernährung funktioniert?

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Quellen und weitere Informationen

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19369056
https://www.bmj.com/content/346/bmj.e8539
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20071648
https://jissn.biomedcentral.com/articles/10.1186/1550-2783-1-1-45
https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/201882
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14522731
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9155494
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19943985

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