Die fatalen Folgen von Stress am Arbeitsplatz und was du dagegen tun kannst

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In einer Gesellschaft mit immer höherem Leistungsdruck und einer schneller werdenden Informationsflut steigt jährlich die Zahl der Patienten mit einem Burnout-Syndrom oder anderen psychischen Krankheiten, wie zum Beispiel Depressionen. Aber was passiert in unserem Körper bei Stress am Arbeitsplatz? Wie kannst du dich davor schützen?

Stress als Urzeit-Instinkt

Für das Stressgefühl des Körpers ist das Hormon Cortisol verantwortlich. Dieses löst im Körper Prozesse aus, welche die Körpertemperatur steigen lassen, den Energiestoffwechsel aktivieren und das Empfinden von Schmerz mindern. Bestimmt kennst du das beklemmende Gefühl in einer für dich stressigen Situation, wenn deine Hände nass werden, du zitterst, rot anläufst und einen Tunnelblick bekommst.
Doch warum reagiert dein Körper auf diese Weise? Im Büro hilft dir dieser körperliche Zustand definitiv nicht. In der Zeit vor 10.000 Jahren, wo wir bereits den gleichen Genpool wie heutzutage hatten, sorgten diese Prozesse im Körper dafür, dass wir im Kampf leistungsfähiger waren, besser fliehen konnten und uns Verletzungen weniger stark beeinflussten. Der Unterschied von damals zu heute: Diese Situation kam nicht regelmäßig vor und war damit der Ausnahmezustand, heute kann eine stressbedingte Reaktion mehrmals am Tag vorkommen.

Folgen eines dauerhaft hohen Cortisol-Spiegels

Da Cortisol der Gegenspieler zu Testosteron ist, bedeutet ein hoher Cortisol-Spiegel, dass dein Testosteronlevel (das gilt für Männer und Frauen!) sehr gering ist. Das führt unter anderem dazu, dass der Körper Wasser zieht und sich dein Gemütszustand verändert: Du wirst antriebslos und weniger aktiv. Daraus kann sich leicht eine Teufelsspirale ergeben, wenn du durch deine Antriebslosigkeit auf der Arbeit noch weniger schaffst und diese dadurch noch stressiger wird. Letztlich färbt das auf andere Bereiche deines Lebens ab: Stoffwechselstörungen, Übergewicht, Diabetes und psychische Störungen kommen damit oft einher.

Was kannst du gegen Stress am Arbeitsplatz tun?

Um langfristig eine Besserung zu erreichen, hilft nur, dass du die Ursache bekämpfst. Suche das Gespräch mit deinem Chef und versuche, deine Aufgaben neu zu verteilen. Handle dabei frühzeitig! Die Teufelsspirale ist nur schwer zu bremsen, wenn sie einmal auftritt.
Aber auch präventive Maßnahmen sind zu raten: Moderater Sport senkt den Cortisol-Spiegel, dazu hat qualitativ hochwertiger Schlaf einen positiven Effekt auf dein Stressempfinden. Neben Sport und Schlaf spielt außerdem eine ausgewogene Ernährung eine große Rolle in der Stressbewältigung. Insbesondere eine ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren führt nachweislich zu einer Verminderung deines Stresslevels.

Solltest du Fragen haben, stelle diese gerne im Kommentarfeld unten. Du möchtest mehr zum Thema Konzentration am Arbeitsplatz wissen?

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Quellen und weitere Informationen:

https://de.statista.com/themen/161/burnout-syndrom/
https://www.semanticscholar.org/paper/Trained-men-show-lower-cortisol%2C-heart-rate-and-to-Rimmele-Zellweger/f2af3079f76fe5ecedde47d40779820c9ec82433
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4914363/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12909818
Horn, F. (2018). Biochemie des Menschen: Das Lehrbuch für das Medizinstudium (7. Aufl.). Stuttgart, Deutschland: Thieme.

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