Gene und Ernährung – Was du von den Nunamiut lernen kannst

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In diesem Beitrag möchte ich dir zeigen, wie du von der Ernährung unserer entfernten Vorfahren wichtige Informationen ableiten kannst, um im Beruf leistungsfähiger zu sein und dich besser konzentrieren zu können.

Genpool heute und damals

Für fast alle Tiere in freier Wildbahn ist normal, dass es am Tag Perioden gibt, in denen nichts gegessen wird und Perioden, in denen ein Überfluss an Essen vorhanden ist. Bestes Beispiel ist ein Löwe in der freien Wildbahn, der zunächst mühsam jagen musste, bis er seine Beute erhielt. Auch der Mensch hatte vor 10.000 Jahre ein ähnliches Leben: In jeglichen Teilen der Welt waren wir Jäger und Sammler, mussten uns das Essen durch körperliche Anstrengung erkämpfen. Besonders zum Zeitpunkt der größten Not mussten wir dabei am leistungsfähigsten sein, um unser Überleben zu sichern. Aber auch der Ruhezeitpunkt war klar definiert. Nach der erfolgreichen Jagd und dem anschließenden Festmahl war Zeit für eine ausgedehnte Erholung.

Da sich Gene deutlich langsamer als unsere Zivilisation entwicklen, gleicht unser Genpool heute größtenteils noch dem von damals. Sollten wir nun auch Jagen und Sammeln, damit wir uns optimal fühlen?

Vergangenheit als Anhaltspunkt für die Ernährung

Wenn es zu deinem Lebensglück gehört, durch die afrikanische Steppe zu streifen, solltest du das machen. Andernfalls hilft es aber auch, wenn du zentrale Elemente der damaligen Lebensweisen in deinen Alltag implementierst. Dazu gehört ein Tagesablauf, der eine Fastenperiode beinhaltet (die optimale Dauer erfährst du in meinem Buch). Wie von der Natur vorgesehen, bist du im Zeitraum des Fastens am produktivsten. Der Körper befindet sich, analog zum damaligen Jagdverhalten, im sogenannten “Flight or Fight”-Modus, also in körperlicher Alarmbereitschaft. Dieser Zeitraum sollte sich mit der Zeit auf der Arbeit decken, in der du deine beste Leistung bringen musst.

Bekommt der Körper Nahrung, schaltet er durch das Zusammenspiel von Hormonen in den “Rest and Digest”-Modus und beginnt mit der Erholung. Große Teile deines Blutes fließen in die Magenregion zur Verdauung, während dieses Blut im Gehirn zur optimalen Versorgung dessen fehlt. Bestimmt kennst du das Gefühl der Müdigkeit nach einem umfangreichen Mittagessen, umgangssprachlich auch “Suppen-Koma” genannt. Das ist dann kein guter Zeitpunkt mehr, um produktiv zu sein (höchstens der Koffein-Nap kann dann noch helfen).
Außerdem solltest du die Konzentration darauf legen, dass du möglichst viele unverarbeitete Lebensmittel isst, um Mangelerscheinungen vorzubeugen und einen gesunden Körper zu begünstigen. Da ist auch die Vielfalt entscheidend: In der damaligen Zeit hat jeder Mensch pro Jahr über 100 verschiedene Obst- und Gemüsesorten gegessen. Je diversifizierter die Auswahl ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Mangelerscheinung. Möchtest du es genauer wissen, empfiehlt sich eine Untersuchung beim Arzt deines Vertrauens.

Unterschätze dabei nicht die Wichtigkeit einer ausreichenden Zufuhr von Vitaminen und Mineralien. Häufig wird bei einem Mangel die Gehirnleistung massiv eingeschränkt.
Aus der Vergangenheit können wir übrigens nicht ableiten, ob eine rein pflanzliche oder tierische Ernährung natürlich für den Menschen ist. Untersuchungen zeigten, dass das Verhältnis des Verzehrs von tierischen zu pflanzlichen Lebensmittel von 99:1 (Nunamiut, Alaska) bis zu 26:74 (Gwi, Afrika) reicht. Trotz dieser geographischen Unterschiede gab es aber immer die Gemeinsamkeiten, dass zum einen unverarbeitete Lebensmittel verzehrt wurden und zum anderen keine regelmäßige Nahrungszufuhr gewährleistet war.

Fünf Tricks für deine Ernährung im Alltag, die dir sofort helfen

  1. Achte darauf, dass du mindestens vier Portionen Obst und Gemüse pro Tag isst. Eine Portion entspricht dabei einer Handvoll.
  2. Lasse das Frühstück aus und gehe stattdessen eine kleine Runde spazieren.
  3. Wähle ein leichtes Mittagessen aus einer kleinen Eiweiß- und Fett-Portion (bspw. Salat und eine kleine Menge Nüsse), wenn du am Nachmittag konzentriert sein musst.
  4. 80% deiner Lebensmittel sollten – auf eine Woche gesehen – unverarbeitet sein.
  5. Iss am Abend eine große Menge vor dem Schlafen, um den Körper in den Ruhemodus zu versetzen. Optimalerweise beginnst du deine Nahrungsaufnahme vier Stunden vor dem Schlafengehen und beendest sie eine Stunde vorher.

Solltest du Fragen haben, stelle diese gerne im Kommentarfeld unten. Du möchtest mehr zum Thema Konzentration am Arbeitsplatz wissen?

In meinem Buch findest du eine genaue Anleitung, wie du durch richtige Ernährung, ausreichend Bewegung und guten Schlaf erfolgreich und leistungsstark wirst.

Quellen und weitere Informationen

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15699220
https://pdfs.semanticscholar.org/d0fe/b0019dc8017e499150bc453230018d5cd282.pdf
https://trinkkost.de/vitaminmangel-symptome-die-haeufigsten-maengel-erkennen/
https://www.msdmanuals.com/de/heim/störungen-der-hirn-,-rückenmarks-und-nervenfunktion/störungen-des-vegetativen-nervensystems/überblick-über-das-vegetative-nervensystem

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