Macht Fett fett? Ernährungsbasics (2/3)

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Neben Kohlenhydraten kann der Körper auch Fettsäuren als Energielieferant benutzen. Während die Speicher bei Kohlenhydraten begrenzt sind (je nach Körperbau können 2000 bis 2500 kcal aus Kohlenhydraten als Glykogen im Körper gespeichert werden), kann eine nahezu unbegrenzte Anzahl an kcal aus Fett gespeichert werden. Mit ca. 9 kcal pro Gramm verfügt Fett auch über eine deutlich höhere Kaloriendichte als Kohlenhydrate und Eiweiß (jeweils ca. 4 kcal pro Gramm). Sollten wir also komplett auf Fett verzichten?

Wirkung von Fett im Körper

Ein kompletter Verzicht auf Fett ist nicht möglich, da bestimmte Fettsäuren essentiell (überlebensnotwendig) für den Körper sind. Der Argumentation der vielen Kalorien von Fett folgen aber Befürworter von Low-Fat-Diäten. Diese begrenzen die Zufuhr auf ein Mindestmaß, um mit einer kleinen Nahrungsmenge vergleichsweise viele Kalorien einzusparen. Doch das ist nicht ohne Folgen: Der Konsum von Fett hat maßgeblichen Einfluss auf den Hormonhaushalt des Menschen. Eine zu geringe Einnahme kann bei Frauen beispielsweise sogar dazu führen, dass die Menstruation ausbleibt! Bei Männern drückt sich eine geringe Fettzufuhr unter anderem in Lustlosigkeit aus, da die Menge an gebildetem Testosteron sinkt.

Ist Fett gleich Fett?

Üblicherweise wird eine Klassifizierung in gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren vorgenommen. Neben der Funktion der gesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren als Energielieferant haben vor allem mehrfach ungesättigte Fettsäuren besondere Aufgaben im Körper. So dienen diese als Baustoff für Zellwände und bilden außerdem Immunstoffe. Da diese nicht vom Körper selber hergestellt werden können und daher extern zugeführt werden müssen, zählen mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu den essentiellen Nährstoffen.
Ungesättigte Fettsäuren werden in Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren gruppiert und wirken sich unterschiedlich auf die Gesundheit des Körpers aus. Während Omega-6-Fettsäuren entzündungsfördernd wirken, sind Omega-3-Fettsäuren für die Hemmung der Entzündungen verantwortlich. Beide haben ihre Daseinsberechtigung, sollten aber in einem gesunden Verhältnis zueinander vorhanden sein (mehr zu der Thematik findest du hier)!

Was du beachten solltest

Um die Frage aus der Überschrift zu beantworten: Fett macht nicht dick, sondern ein Kalorienüberschuss macht dick. Dieser ist durch die hohe Kaloriendichte von Fett bei einem hohen Fettkonsum schnell erreicht. Du solltest aber täglich ein Mindestmaß an Lipiden zu dir nehmen, damit dein Körper gesund funktionieren kann. Ein Gramm Fett pro kg Körpergewicht ist dabei eine gute Daumenregel.
Außerdem ist auf eine ausgewogene Verteilung der Fettsäuren zu achten. Besonders das Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren sollte sich in einem gesunden Rahmen bewegen. Konzentrationsschwächen und eine verminderte Gehirnleistung sind sonst die Folge!

Solltest du Fragen haben, stelle diese gerne im Kommentarfeld unten. Du möchtest mehr zum Thema Konzentration am Arbeitsplatz wissen?

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Quellen und weitere Informationen

https://www.apotheken-umschau.de/fette
https://nccih.nih.gov/health/omega3/introduction.htm
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6052518/
https://www.kup.at/kup/pdf/11452.pdf

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