Was ist das parasympathische Nervensystem und welche Wirkung hat es?

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Das parasympathische Nervensystem ist ein Teil des vegetativen Nervensystems und für den Ruhezustand sowie die Erholung des Körpers verantwortlich.

Wofür ist es wichtig?

Es ist dann primär aktiv, wenn sich der Körper im Erholungszustand befindet. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn er verdauen muss oder schläft. Zu Urzeiten wäre das der Moment nach der erfolgreichen Jagd, wenn es zum Festmahl und der anschließenden Erholung kommt. Das parasympathische Nervensystem wirkt antagonistisch zum sympathischen Nervensystem. So verringert es die Herzaktivität, verengt die Bronchien und unterstützt die Verdauung im Verdauungstrakt. Beide Nervensysteme haben aber ihre Daseinsberechtigung und sind wichtig für den Körper!

Was hat das parasympathische Nervensystem mit deinem Beruf zu tun?

Dein Ziel sollte es sein, am Tag zur richtigen Zeit den richtigen Teil des vegetativen Nervensystems aktiviert zu haben – nämlich das sympathische Nervensystem, wenn du produktiv sein und arbeiten willst, und das parasympathische Nervensystem, wenn du dich von der harten Arbeit erholen willst. Beachte dabei, dass beide Teile im Gleichgewicht sein müssen! Ohne ausreichende Erholung keine Anstrengung.

Kurz gesagt, wir wollen eine Balance der beiden Nervensysteme, um für uns einen optimalen Nutzen zu generieren. Damit du dir diese Ruhezeiten nimmst, ist es wichtig, dass du diese genauso einplanst, wie die Phasen, in denen du produktiv sein möchtest.

So aktivierst du das parasympathische Nervensystem am Abend

Um das parasympathische Nervensystem („Rest and Digest“-Modus) zu aktivieren, brauchst du einen Insulinausstoß. Es bietet sich an, eine große Mahlzeit am Abend zu sich zu nehmen und da vermehrt auf Kohlenhydrate und Eiweiß zurück zu greifen, da Fett den Insulinausstoß verzögern kann.

Insulin öffnet die Zellen und macht diese dadurch bereit, Nährstoffe aufnehmen zu können. Das Hormon Ghrelin nimmt ab, ebenso Glukagon, da nun kein Glykogen aus der Leber benötigt wird, um Zucker im Blut zu haben, der das Gehirn mit Energie versorgt. Außerdem steigen nach einer gewissen Zeit die Hormone CCK und PYY, die dem Körper ein Sättigungsgefühl signalisieren.

Durch verschiedene Vorgänge wirst du dich also nach dem Essen müde und entspannt fühlen. Das Blut sammelt sich im Verdauungstrakt, um die Nährstoffe aus den Lebensmitteln zu extrahieren und an den richtigen Platz zu bringen. Dies ist also nicht mehr der Zeitpunkt, um leistungsfähig zu sein – weder psychisch, noch physisch, sondern der perfekte Zeitpunkt, um nach einem entspannten Abend schlafen zu gehen. Denn die abendliche Zufuhr von Kohlenhydraten fördert auch die Serotonin-Produktion. Du wirst zufrieden und glücklich einschlafen können.

Solltest du Fragen haben, stelle diese gerne im Kommentarfeld unten. Du möchtest mehr darüber erfahren, was das parasympathische Nervensystem macht und wie du es beeinflussen kannst?

In meinem Buch findest du eine genaue Anleitung, wie du durch richtige Ernährung, ausreichend Bewegung und guten Schlaf erfolgreich und leistungsstark wirst.

Quellen und weitere Informationen

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S193152441400200X
https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/gehirn-nervensystem/funktion/
http://www.chemgapedia.de/vsengine/vlu/vsc/de/ch/8/bc/vlu/botenstoffe/neurotransmitter.vlu/Page/vsc/de/ch/8/bc/botenstoffe/neurotransmitter/veg_nerv.vscml.html

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